1787 machte der Physiker Ernst Chladni Klang sichtbar: Sand auf schwingenden Metallplatten ordnete sich zu Klangfiguren. Dieses Werk kehrt sein Experiment um und macht eine Klangfigur wieder hörbar. Das Bild ist eine Partitur. 4.895 Würfel, gelesen von drei Musikern gleichzeitig: oben das Saxophon, in der Mitte das Klavier mit dem Bass in der linken Hand, unten das Schlagzeug. Drück auf Play und folge den leuchtenden Würfeln.
Je drei Reihen bilden eine Notenzeile. Jede Spalte darin ist eine Achtelnote, und ihre drei Würfel steuern drei Eigenschaften des Instruments.
| Instrument | Würfel oben | Würfel Mitte | Würfel unten |
|---|---|---|---|
| Saxophon | Ton: 1 Pause, 2–6 Akkordtöne von tief nach hoch | Länge: 1 sehr kurz bis 6 gebunden | Lage: 1–2 tief, 3–6 hoch; die 6 gleitet als Blue Note von unten hinein |
| Klavier + Bass | Walking Bass: 1 Grundton, 2 Terz, 3 Quinte, 4 Sexte, 5 Septime, 6 Annäherung an den nächsten Akkord | Anschlag: 1–3 Pause, 4–5 kurz, 6 klingend | Voicing: 1–2 Terz + Septime, 3–4 mit None, 5–6 voller Akkord |
| Schlagzeug | Becken: 1 Pause, 2–5 Ride, 6 Ride-Glocke | Snare: 1–3 Pause, 4 Geisternote, 5 Schlag, 6 Akzent | Bassdrum: 1–3 Pause, 4–5 Bassdrum, 6 mit Hi-Hat |
Das Motiv sind überlagerte Chladni-Figuren: die Linien, an denen sich der Sand sammelt, wenn eine Platte in mehreren Tönen schwingt. Für eine künstliche Intelligenz sind Bild, Text und Klang am Ende dasselbe: Zahlen. Dieses Werk nimmt das wörtlich. Dieselben 4.895 Augenzahlen sind ein Bild, wenn du sie ansiehst, und Musik, wenn du sie hörst.
Die Akkorde des Blues sind nur der Rahmen, so wie Jazzmusiker über eine feste Akkordfolge improvisieren. Welcher Ton erklingt, wie lang und wie laut, entscheidet allein der Würfel. Zufall wird zu Swing.